Photovoltaik Versicherung

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Der Dschungel in der Versicherungswelt ist ziemlich unübersichtlich. Das gilt auch für den Bereich der Photovoltaikversicherungen. Es kursieren Begriffe wie Betreiberhaftpflicht, Montageversicherung und Allgefahrenversicherung. Was alles versicherbar ist und welche Photovoltaikversicherung nötig ist, ist den wenigsten klar, die eine derartige Unterstützung installieren wollen. Wir haben für dich die wichtigsten Informationen rund um die Photovoltaikversicherung zusammengetragen.

Photovoltaik VersicherungAußerdem kannst du in der folgenden Übersicht sehen, welche Gesellschaften für Versicherungen aus unserer Sicht zu den Top 5 gehören. Doch bevor du dich Hals über Kopf für einen Versicherer entscheidest, solltest du dir die grundlegenden Infos anlesen. Denn wenn du weißt, worauf du bei der Auswahl achten musst, findest du die passende Police für deinen Bedarf.

Vergleichsbedingungen

Wir haben folgende Rahmendaten angenommen, um die Allgefahrenversicherungen miteinander vergleichen zu können:

  • Investitionskosten 20.000 Euro
  • installiert durch Fachbetrieb
  • 10 kWp Leistung
  • Entschädigungsausfall mindestens drei Monate
  • Inbetriebnahme 1. Juli 2016
  • Montage auf einem ständig selbst bewohnten Einfamilienhaus, Schrägdach, Massivbauweise
  • Standort über 3 Meter Höhe
  • Vorhandensein von mechanischem Schutz gegen Diebe
  • keine aufgeständerte Montage
  • Gebäude mit Blitzschutz gemäß DIN VDE
  • Mindestens abgesicherte Risiken: Feuer, Leitungswasser Sturm- und Hagelrisiko
  • keine Betreiberhaftpflicht

Photovoltaik Versicherung Vergleich

Photovoltaik Versicherung1Waldenburger VersicherungWaldenburger2VPV LogoVPV3VHVVHV4OberösterreichischeOberösterreichische
Preisab 83,30 EUR*ab 82,71 EUR*ab 104,72 EUR*ab 60 EUR*
Testergebnis Testsiegel: Waldenburger PV-VersicherungTestsiegel: VPV PV-VersicherungTestsiegel: VHV PV-VersicherungTestsiegel: Oberoesterr. PV-Versicherung
Selbstbeteiligung 150 €JaJaJaNein
Montageorte Dach und FassadeNeinJaJaJa
Überspannungsschutz VerzichtJaJaJaJa
Eigenmontage möglichJaNeinJaJa
Investitionskosten maximal1,5 Mio. EUR300.000 EUR2 Mio. EUR800.000 EUR
NutzungsausfallentschädigungJaJaJaJa
Keine KarenzzeitJaJaJaJa
Bedienungsfehler, Vorsatz und UngeschicklichkeitJaJaJaJa
Brand, Blitzeinschlag und ExplosionJaJaJaJa
DiebstahlJaJaJaJa
ErdbebenJaJaNeinNein
Innere UnruhenJaNeinNeinNein
FeuerlöschkostenJaJaJaJa
FazitAusgezeichneter Leistungskatalog, schnelle SchadenregulierungEmpfehlenswerter Versicherungsschutz und ausgewogenes Preis-LeistungsverhältnisPraxisorientiertes Konzept von etablierter VersicherungsgesellschaftMittelmäßiger Leistungskatalog, aber unschlagbar günstig
zum Angebot

Zuletzt aktualisiert: 18.04.2016 12:10:15

Was ist eine Photovoltaikversicherung?

Was ist eine Photovoltaikversicherung?Genau betrachtet gibt es eigentlich gar nicht DIE Photovoltaikversicherung. Vielmehr gibt es Photovoltaik-Versicherungen, die unterschiedliche Gefahrenbereiche abdecken, denen diese Geräte ausgesetzt sind oder die sie verursachen. Zu den typischen Versicherungen zum Schutz gehören

  • Haftpflichtversicherung,
  • Allgefahrenversicherung,
  • Ertragsausfallversicherung,
  • Montageversicherung
Je nachdem, für welche Versicherung du dich entscheidest, läufst du Gefahr, dass bestimmte Problemfälle nicht abgedeckt sind. Was passiert eigentlich bei einem Totalschaden? Ist das versicherbar? Was ist, wenn die Einspeisevergütung durch den Ausfall verloren geht? Weißt du, welche Versicherung du dafür brauchst?

Versicherbare Risiken bei Photovoltaikanlagen

Stell dir vor, du lebst in Süddeutschland. Du hast auf dem Dach eine Photovoltaikanlage installiert und freust dich über die Ersparnis, die das für dich bedeutet. Leider fällt in diesem Jahr besonders viel Schnee und die Schneelast beschädigt alles. Die Folge ist, dass du Strom teuer einkaufen musst und dass dir außerdem die Einspeisevergütung verlorengeht. Es wäre doch mehr als ärgerlich, wenn dann keine Versicherung eintritt.

Oder du lebst mitten in Berlin, München, im Ruhrpott oder Hamburg und hast dein Dach und das Dach des Carports mit Photovoltaikmodulen eingedeckt. Eines Tages wachst du auf und irgendjemand hat dir dreisterweise ein paar deiner Module geklaut. Was machst du? Dich ärgern? Neu kaufen? Oder der Versicherung melden?

Wind und Wetter – wie ist der Schutz bei einer Photovoltaikanlage?

Es geht aber auch noch gemeiner. Nämlich dann, wenn ein Unwetter deine Investition zerlegt und einige Teile auf parkende Autos oder schlimmer noch, auf Menschen fallen und diese verletzen. Dagegen sollten Besitzer von Photovoltaikanlagen abgesichert sein. Weißt du, welche Versicherung dafür einspringen würde? Nein? Da bist du nicht der einzige.

Sagen dir die Begriffe Ertragsausfallversicherung und Montageversicherung etwas? Als Betreiber solltest du zumindest die grundlegenden Infos haben.

VersicherungHinweise
ErtragsausfallversicherungEine Ertragsausfallversicherung springt ein, wenn aus bestimmten Gründen kein Strom ins Netz eingespeist werden kann und dir deshalb die Einspeisevergütung verlorengeht. Die
MontageversicherungMontageversicherung ist im Prinzip ein Produkt für Solateure, die ständig Photovoltaikanlagen errichten. Sie kann für dich als Privatperson interessant sein, wenn du die Errichtung in Eigenregie durchführen möchtest.
Jetzt, wo du weißt, dass es verschiedene Risiken und dazu passende Versicherungsprodukte gibt. Klar, dass es nicht möglich ist, einen Pauschalbetrag zu nennen, was eine Police kostet. Denn die Photovoltaik-Ausgaben hängen natürlich eng mit dem Leistungskatalog zusammen. Welche finanziellen Aufwendungen für welche Versicherungsart fällig werden, und welche Versicherung was abdeckt, erläutern wir in den einzelnen Abschnitten zu den verschiedenen Versicherungsprodukten.
Kurz zusammengefasst:
  • Es gibt verschiedene Versicherungsprodukte für Photovoltaikanlagen
  • Je nach eingeschätztem Risikopotenzial sind sie sinnvoll
  • Die Einspeisevergütung sollte in jedem Fall abgesichert werden
  • Preise für Policen hängen vom Leistungskatalog des Versicherers ab. Pauschale Angaben lassen sich nicht machen
  • Erst informieren, dann Versicherung abschließen. Das garantiert den passenden Versicherungsschutz

Photovoltaik Haftpflichtversicherung

Eine Haftpflichtversicherung heißt Haftpflichtversicherung weil es eine Pflichtversicherung sein sollte. Könnte man zumindest meinen. Doch ganz so streng sieht es der Gesetzgeber nicht.

Aber, eine Haftpflichtversicherung sollte zumindest zum Standardprogramm gehören, genauso wie es bei einem Auto der Fall ist. Denn du darfst nicht vergessen: Es kann wirklich geschehen, dass durch die Verkettung ungünstiger Umstände ein Schaden entsteht, der richtig teuer werden kann. Wenn du dann keine Haftpflichtversicherung hast, die einspringt, musst du alles aus eigener Tasche bezahlen. Je nach Höhe des Schadens kann das unter Umständen dazu führen, dass du Hab und Gut loswirst und schlimmstenfalls in Existenznot gerätst.

Das deckt eine Haftpflichtversicherung für Photovoltaikanlagen ab

Eine Haftpflichtversicherung reguliert Personenschäden, Sachschäden und so genannte Einleitungsschäden. Damit tritt sie in allen Fällen ein, bei denen die Photovoltaikanlage einen Schaden selbst verursacht und für die in erster Linie du als Betreiber haftbar bist. Hier ist es sinnvoll, sowohl Angebote als auch Service der Photovoltaik-Versicherung zu vergleichen.

SchadenbereichBeispielfälle
PersonenschädenFällt zum Beispiel von deiner Photovoltaikanlage durch ein Unwetter ein Teil nach unten und verletzt einen Menschen, dann ist die Haftpflichtversicherung für die Regulierung zuständig. Holt sich jemand einen Stromschlag ab, ist auch das über die Haftpflichtversicherung abgedeckt.
SachschädenSachbeschädigungen sind zwar nicht so dramatisch, wie Personenschäden, aber sie können teuer werden. Fliegt ein Stück von deiner Photovoltaikanlage in die Glasscheibe deines Nachbarn, zahlt die Haftpflichtversicherung. Fängt deine Anlage aufgrund eines Kurzschlusses an zu brennen und verschmutzt mit dem Rauch das Nachbarhaus, dann ist das ebenfalls ein Fall für die Haftpflichtversicherung.
AllmählichkeitsschädenEine interessante Regel ist die Allmählichkeitsregel. Ein Allmählichkeitsschaden tritt dann ein, wenn zum Beispiel durch die Befestigung der Photovoltaikanlage die Dachdichtung in Mitleidenschaft gezogen wird. Infolgedessen dringt Wasser ein und verursacht allmählich einen Schaden am Haus. Ein solcher Allmählichkeitsschaden ist in der Regel über die Haftpflichtversicherung abgesichert. Dennoch: du solltest die Versicherung explizit daraufhin überprüfen!
Solltest du mit dem Gedanken spielen, deine Anlage nicht auf deiner eigenen Immobilie zu installieren, sondern auf einer fremden, sollte deine Haftpflichtversicherung eine entsprechende Klausel beinhalten. Diese muss sich auf so genannte Mietsachschäden beziehen.

Was kann sonst noch passieren?

Auch wenn eine Photovoltaikanlage scheinbar sicher auf dem Dach oder woanders installiert ist, so ist sie weiteren Gefahren ausgesetzt. Ein solcher Gefahrenbereich ist zum Beispiel der sogenannte Einleitungsschaden. Ein Einleitungsschaden ist ein Schaden, der durch Probleme am Wechselrichter oder anderer Bestandteile der Solaranlage entsteht. Wichtige Leistungsklausel einer Haftpflichtversicherung ist, dass Gutachterkosten und Gerichtskosten abgedeckt sind!

Berechnen: Mit diesen Kosten musst du rechnen

Die Kosten für eine Haftpflichtversicherung für Photovoltaikanlagen liegen zwischen 35 Euro und 60 Euro pro Jahr, wenn die Deckungssumme Schäden in Höhe von 5 Millionen Euro pauschal für Sachschäden und Personenschäden umfasst. Je höher die Deckungssumme, desto höher die Prämie. Genaue Informationen finden sich in einem Vergleichsrechner, der Tarif für Tarif auch spezielle Unterschiede mit einfließen lässt.

Preistipp: Falls du schon eine private Haftpflichtversicherung dein eigen nennst, ist möglicherweise auch eine Photovoltaikanlage in dieser Versicherung eingeschlossen. Wenn nicht, kann sie unter Umständen zusätzlich aufgenommen werden. Am besten fragst du bei deiner Versicherung direkt nach.
Kurz zusammengefasst:
  • Breite Abdeckung: Eine Haftpflichtversicherung denkt Personenschäden und Sachschäden ab
  • Zusätzliche Absicherung: Auch Schäden am Besitz von Dritten und verzögerte Allmählichkeitsschäden sind abgedeckt
  • Weitere Kostendeckung: Auch Kosten von Gutachtern und vom Gericht sind durch eine Haftpflichtversicherung abgedeckt
  • Existenzsichernd: Sie bewahrt dich im Schadensfall vor existenziellen Nöten

Photovoltaik Allgefahrenversicherung

Die Allgefahrenversicherung ist, pauschal gesagt, die Versicherung, die für finanzielle Problemfälle eintritt, die an der Anlage selbst verursacht werden. Die Allgefahrenversicherung wird landläufig auch als „Photovoltaikversicherung“ bezeichnet, sie ist also die zentrale Versicherung, die Verbraucher meinen, wenn sie von der Photovoltaikversicherung sprechen. Allerdings bieten die Versicherungsgesellschaften ganz unterschiedliche Verträge an und du musst dir gut überlegen, welche Gefahren du über die Allgefahrenversicherung absichern lassen willst. Ebenso wichtig ist zu überlegen, wie hoch die Deckungssumme sein soll.

Zuerst solltest du darüber nachdenken, wie hoch der finanzielle Schaden sein könnte, der dir entsteht, wenn deine Anlage längere Zeit nicht läuft. Bedenke, dass im Schadensfall die Einspeisevergütung wegfällt. Allerdings sei an dieser Stelle gesagt, dass es zur Absicherung für den Ausfall von Einnahmen auch speziell eine Ertragsausfallversicherung gibt – die musst du nicht abschließen, solltest es aber tun. Denn die Ertragsausfallversicherung ist eine der wichtigsten Versicherungen in Zusammenhang mit Photovoltaikanlagen. Die allermeisten Allgefahrenversicherungen haben die Ertragsausfallversicherung inkludiert. Fest steht, sie ist ein unverzichtbarer Schutz, wenn die Einspeisevergütung für dich die Hauptrolle spielt. Details hierzu findest du im Kapitel „Ertragsausfallversicherung“.

Nicht alle Anlagen werden von Versicherungsgesellschaften akzeptiert

Die Versicherer bieten Allgefahrenversicherungen für Photovoltaikanlagen an, die auf Dächern installiert sind. Anlagen, die an Fassaden hängen, werden nicht von allen Versicherungsgesellschaften aufgenommen. Auch Anlagen, die im Freiland stehen, werden nur von wenigen Versicherungsgesellschaften akzeptiert. Beim Abschluss der Versicherung solltest du darauf achten, dass alle Bauteile gesichert werden, die zu deiner Anlage gehören. Das sind in der Regel

  • Solarmodule
  • Montagesystem
  • alle Kabel
  • Wechselrichter
  • Zähler
Zusätzlich ist es wünschenswert, dass die Versicherung auch die Überspannungsschutzvorrichtungen, sämtliche Akkumulatoren, Trafos, Überwachungsanlagen, Blitzschutzeinrichtungen und Akkus sowie Datenlogger inkludiert. Deshalb ist es ratsam, dass du zum einen die Bestandteile deiner Photovoltaikanlage kennst und zum anderen dafür sorgt, dass die Allgefahrenversicherung diese Bauteile mit in den Versicherungsumfang einschließt.

Die Allgefahrenversicherung tritt ein, wenn die Anlage durch verschiedene Ereignisse beschädigt wird. Typischerweise gehören dazu diese Fälle:

  • Witterungseinflüsse wie Sturm, Blitz, Hagel, Schnee, Regen, Überschwemmung/Wasser
  • Diebstahl
  • Explosion, Brand
  • Kurzschluss, Überspannung
  • Überspannung, Induktion
  • Sachbeschädigung/Vandalismus
  • Fahrlässigkeit, Bedienungsfehler
  • Konstruktionsfehler, Materialfehler
  • Tierverbiss
  • Höhere Gewalt
Praxistipp: Besonders empfehlenswert sind Versicherungen, die zusätzlich zum Ersatz der beschädigten Bauteile außerdem noch Kosten übernehmen, die für die Arbeiten rund um die Reparatur bzw. den Austausch anfallen. Das sind zum Beispiel Aufräumarbeiten, Entsorgungstätigkeiten, Gerüstaufstellung, Erdarbeiten und ähnliches mehr.

Ausgeschlossene Leistungen bei der Allgefahrenversicherung

Auch wenn der Begriff „Allgefahrenversicherung“ vermuten lässt, dass alle Gefahren abgesichert sind, so gibt es doch einiges, was nicht versicherbar ist. Dazu gehören zum Beispiel Kriegsereignisse Unruhen im eigenen Land, Erdbeben, betriebsbedingte Abnutzung und Alterung, Garantieschäden und auch der Vorsatz des Versicherungsnehmers – das heißt, wenn du deine Anlage selbst vorsätzlich beschädigst, um eine Versicherungsleistung zu kassieren. Das wäre nämlich Versicherungsbetrug.

Was geschieht beim Totalschaden?

Sollte deine Photovoltaikanlage einen Totalschaden erleiden, erstattet die Versicherung den Neuwert der Anlage zuzüglich Montage- und Frachtkosten sowie weitere Nebenkosten. Wenn du die Solarstromanlage jedoch nicht wieder neu errichten willst, dann bekommst du von der Versicherung nur den Restwert (Zeitwert) erstattet. Dieser liegt unterhalb der Summe, die du für die Wiederherstellung erhalten würdest.

Das kostet die Allgefahrenversicherung

Die Spannbreite der Kosten für eine Allgefahrenversicherung ist enorm weit. Das liegt an der Variabilität, die diese Versicherung bietet. In Abhängigkeit von der Selbstbeteiligung, die du wählen kannst, können die Beiträge zwischen 50 Euro und 200 Euro liegen.

Preistipp: du solltest auch hier zunächst eine eventuell bereits vorhandene Wohngebäudeversicherung prüfen. Manchmal ist schon ein gewisser Schutz mit eingebaut. Lücken, wie zum Beispiel Schäden aus Unachtsamkeit oder Ertragsausfälle, können dann entweder gezielt nachversichert bzw. zusätzlich eingetragen werden.

Übrigens ist es empfehlenswert, die Versicherung nach den „Allgemeinen Bedingungen für die Elektronikversicherung“ (ABE) zu fragen. Fußt die Versicherung auf den ABEs, dann ist alles versichert, was nicht ausdrücklich ausgeschlossen wird – das ist doch mal verbraucherfreundlich.

Kurz zusammengefasst:
  • Abgedeckte Schäden: Fast alles, was an der Photovoltaikanlage kaputt gehen kann, lässt sich über die Allgefahrenversicherung abdecken
  • Ertragsausfallversicherung: Ist in vielen Fällen mit drin, manchmal muss du sie extra abschließen
  • Abgesicherte Ereignisse: Vom Vandalismus, Witterungsschäden, Diebstahl, Brand oder Fahrlässigkeit ist fast alles versichert, was der Anlage von außen Schaden zufügen könnte
  • Nicht versicherbar: Prüfe genau, welche Ereignisse von der Versicherung ausgeschlossen werden

Photovoltaik Ertragsausfallversicherung

Die Ertragsausfallversicherung ist in vielen Fällen in der Allgefahrenversicherung enthalten und sie ist der Baustein, der eine fehlende Einspeisevergütung auffängt. Wenn du dich gesondert absichern musst oder willst, ist auch das möglich. Eine Ertragsausfallversicherung ist ein ganz wichtiger Bestandteil zur Absicherung der Risiken einer Photovoltaikanlage. Denn im Prinzip ist die Anlage oft nur dann wirtschaftlich, wenn du mit ihr Erträge aus der Einspeisevergütung erzielen kannst.

Steht und fällt die Wirtschaftlichkeit einer Photovoltaikanlage mit der Ausschüttung der Einspeisevergütung, dann ist die Ertragsausfallversicherung ein zentraler Bestandteil für dich. Denn wenn deine Anlage – aus welchen Gründen auch immer – ausfällt, kann die Reparatur unter Umständen Wochen oder gar Monate dauern. Stell dir vor, die Anlage brennt ab und es dauert ein dreiviertel Jahr, ist der Schaden reguliert und die Anlage neu installiert ist. Dann musst du mit hohen Verlusten rechnen und die Ertragsausfallversicherung ist in diesem Fall gut investiertes Geld, denn sie ersetzt dir den Verlust der Einspeisevergütung. Dies solltest du vorab berechnen, um bereits im Vorfeld über mögliche Situationen informiert zu sein.

Karenzzeit – Kosten abwägen

Viele Versicherer vereinbaren mit ihren Versicherungsnehmern eine Karenzzeit. Dabei handelt es sich um ein bis zwei Tage, die generell zulasten des Versicherungsnehmers gehen.

Photovoltaik Versicherung - Karenzzeit – Kosten abwägenZwar kannst du entgegen dieser Karenzzeit eine gesonderte Vereinbarung mit der Versicherungsgesellschaft treffen, doch das rechnet sich meistens nicht. Die Selbstbeteiligung fällt regelmäßig erheblich höher aus, als der Ertragsausfall der Einspeisevergütung von ein bis zwei Tagen verursacht.

Die Ertragsausfallversicherung hat ihren Namen daher, dass sie dann einspringt, wenn kein Ertrag, spricht kein Solarstrom, produziert und verkauft werden kann. Die Ertragsausfallversicherung sollte dann einspringen, wenn der Ertragsausfall aufgrund von Sachschäden eintritt, die in der Allgefahrenversicherung inkludiert sind. Fällt die Anlage zum Beispiel aufgrund von schweren Sturmschäden aus und kann keine Energie mehr erzeugen, dann sollte auch in der Ertragsausfallversicherung das Schadensrisiko „Sturmschäden“ abgedeckt sein.

Du solltest genau überprüfen, dass die inkludierten Schäden der Ertragsausfallversicherung mit den abgedeckten Schäden der Allgefahrenversicherung übereinstimmen. Einfacher ist es natürlich, wenn die Ertragsausfallversicherung direkt an die Allgefahrenversicherung gekoppelt ist.

Versicherungsleistung im Garantiefall

Eine Versicherung über den Ertragsausfall sollte auch für den Ausfall eintreten, der mit einem Garantiefall zusammenhängen. Klingt kompliziert? Ist es aber nicht.

Beispiel: Fällt der Wechselrichter während der Garantiezeit aus, müsstest du dich eigentlich an den Hersteller des Wechselrichters wenden, der dann den Ausfall der Einspeisevergütung ausgleichen müsste. Für dich wäre es jedoch viel einfacher, wenn du dich direkt an die Versicherung wenden könntest, um den Schaden zu regulieren. Hast du mit deiner Versicherung vereinbart, dass diese auch im Garantiefall eintritt, dann brauchst du dich nicht an den Hersteller wenden, sondern bekommst das Geld direkt von der Versicherung erstattet.
Erklärung: Die Höhe der Entschädigung pro Tag wird pro Kilowatt Peak (KWp) festgelegt. Der Betrag liegt zwischen 1,80 Euro und 2,80 Euro. Im Winter beschränken Versicherer die Höhe der Entschädigung gerne auf Beträge, die gut einen Euro darunter liegen. Besonders verbraucherfreundlich sind Versicherungspolicen, die sich auf einen pauschalierten Betrag um die 2,50 Euro pro KWp einlassen.

Typisch bei Ertragsausfallversicherungen ist, dass sie nur für einen begrenzten Zeitraum Ausfälle der Einspeisevergütung erstattet. Nach spätestens sechs bis zwölf Monaten stellen sie ihre Leistungen ein.

Kurz zusammengefasst:
  • Versicherungsschutz: Wenn die Anlage keinen Strom mehr produzieren kann, tritt die Ertragsausfallversicherung ein
  • Schadensfälle: Achte darauf, dass dieselben Schäden versichert sind, wie in der Allgefahrenversicherung. Im Zweifel solltest du die Ertragsausfallversicherung in der Allgefahrenversicherung mit einschließen
  • Leistung: Die Erstattung beläuft sich auf 1 Euro bis 2,80 Euro pro KWp
  • Laufzeit: Die Ertragsausfallversicherung leistet höchstens 6 bis 12 Monate den Ersatz der Einspeisevergütung. Danach musst du den Ausfall selber tragen

Photovoltaik Montageversicherung

Eine Montageversicherung ist für Privatpersonen eigentlich uninteressant. Nur, wenn du planst, deine Anlage ganz oder zum Teil selber zu errichten, kommt sie für dich infrage. Beauftragt du aber einen Fachbetrieb damit, haftet dieser für Montageschäden.

Was Solateure angeht ist die Montageversicherung durchaus empfehlenswert, denn sie haftet nicht nur für Ungeschicklichkeit auf der Baustelle, sondern auch für Vandalismus. Solange die Photovoltaikanlage noch nicht an ihren rechtmäßigen Besitzer übergegangen ist, springt eine Montageversicherung ein.

Montageversicherung für Privatpersonen

Die Montageversicherung ist ähnlich strukturiert wie die Allgefahrenversicherung. Sie tritt also bei Schäden an der Photovoltaikanlage ein. Du kannst sie für dein individuelles Projekt einmalig abschließen. Die Versicherung greift bereits dann, wenn deine Photovoltaikanlage auf den Frachtweg geht. sie tritt unter anderem ein bei

  • Witterungseinflüsse wie Sturm, Blitz, Hagel, Schnee, Regen, Überschwemmung/Wasser
  • Diebstahl
  • Explosion, Brand
  • Kurzschluss, Überspannung, Induktion
  • Sachbeschädigung/Vandalismus
  • Fahrlässigkeit, Bedienungsfehler
  • Konstruktionsfehler, Materialfehler
  • Tierverbiss
  • Höhere Gewalt
Praxistipp: Nicht selten verlangen Banken im Rahmen der Finanzierung eine Montageversicherung. Am besten klärst du den Punkt möglichst frühzeitig und rechnest die Kosten in deine Finanzierung mit ein.

Kosten für Montageversicherung für ein einmaliges Projekt

Die Kosten richten sich logischerweise immer nach der Größe der Anlage. Als Richtwert sei gesagt, dass Versicherungsbeiträge ab etwa 80 bis 100 Euro für ein einzelnes Projekt beginnen. Es geht jedoch auch deutlich teurer, wenn es sich um eine große Anlage handelt.

Montageversicherung für Fachbetriebe und Solateure

Fachbetriebe, die eine Montageversicherung abschließen wollen, sollten alle Anlagen absichern lassen, die sie im Kundenauftrag errichten. Je nach Größe des Betriebes variieren auch die Versicherungsbeiträge. Außerdem können Fachbetriebe durch eine Selbstbeteiligung sparen. Da eine pauschal abgeschlossene Versicherung in der Regel günstiger ist, als jedes Mal für einen Kunden eine einzelne Versicherung abzuschließen, empfiehlt sich ein Vergleich der Angebote. Hier lässt sich auch gut abschätzen, welcher Service je nach Anlage und Photovoltaikversicherung geboten wird.

Zusätzlich zu den typischen defekten, die über die Montageversicherung ausgeglichen werden können, bringt die Montageversicherung weitere Vorteile mit sich. Sie kommt zum Beispiel für Frachtkosten auf. Das gilt auch für Eilzuschläge und Luftfracht. Außerdem leistet sie für beschädigte Montageausrüstung und auch für defekte, die in Zusammenhang mit Subunternehmern eintreten.
Kurz zusammengefasst:
  • Einzelvarianten: Es gibt Montageversicherungen für Einzelprojekte und pauschal für mehrere Anlagen. Für dich ist die Einzelversicherung interessant
  • Pflicht: Manche Banken bestehen darauf, dass du eine Montageversicherung nachweist
  • Versicherte Schäden: Das ist so ähnlich wie bei der Allgefahrenversicherung. Die Bauteile deiner Photovoltaikanlage sind gegen Schäden (fast) aller Art abgesichert
  • Risiken: Auch die versicherten Risiken sind vergleichbar mit der Allgefahrenversicherung
  • Frühzeitiger Schutz: Bereits auf dem Frachtweg ist die Photovoltaikanlage versichert

Zusatz – Versicherung für Solarthermie

Zwar ist eine Solarthermieanlage grundsätzlich etwas anderes, als einer Photovoltaikanlage. Doch viele Betreiber schließen auch eine Solarthermieanlage an. Eine Versicherung einer solchen Solaranlage ist ratsam. Häufig inkludiert die bestehende Wohngebäudeversicherung bereits Solarthermieanlagen, doch oft sind nicht alle Risiken abgedeckt. In jedem Fall solltest du deine bestehende Wohngebäudeversicherung prüfen, inwieweit eine Solaranlage dort versichert ist.

Spezielle Versicherung für Solarthermieanlage

Ähnlich wie die Allgefahrenversicherung für Photovoltaikanlagen gibt es eine Allgefahrenversicherung für Solarthermieanlagen. Diese deckt alle Schäden ab, die an der Anlage selbst vorkommen.

Spezielle Versicherung für SolarthermieanlageAlle Schäden, die die Solarthermieanlage jedoch an fremden Besitz oder fremden Personen anrichtet, sind hiermit nicht abgedeckt. Du kannst die Bauteile deiner Solarthermieanlage absichern. Dazu gehören in der Regel

  • alle Arten von Kollektoren
  • die Steuerung
  • das Temperaturmessgerät
  • die Rohre für den Heizkreislauf
  • der Speicher
  • der Wärmetauscher
  • Wärmeträger.
Alles, was sich außerhalb der Solarthermieanlage befindet, wie zum Beispiel die Heizung, die Leitungen oder die Rohre für den Zulauf und Rücklauf, sind nicht abgesichert. Auch typische Verschleißteile deiner Solarthermieanlage sind nicht versicherbar.

Im Versicherungspaket für Solarthermie Anlagen gemäß ABE sind defekte versichert, die durch diese Ereignisse eintreten:

  • Witterungseinflüsse wie Sturm, Blitzschlag, Hagel, Schnee, Frost
  • Überschwemmung, Brand
  • Diebstahl, Vandalismus
  • Bedienungsfehler
  • Fehler in der Konstruktion und Fehler im Material
  • Tierverbiss
  • höhere Gewalt
Alles, was du vorsätzlich herbeiführst, ist nicht versichert. Und auch Kriegsereignisse oder Schäden aufgrund von Kernenergie sind nicht abgesichert. Außerdem kommst du selbst für die normale Abnutzung auf. Schäden, die während der Garantiezeit eintreten, musst du mit dem Hersteller klären.

Eine Versicherung für Solarthermieanlagen übernimmt auch Kosten für die Arbeiten, die rund um den Ausgleich eines versicherten Schadens anfallen. Dazu gehören das Aufräumen und die Entsorgung sowie der Abtransport von Material und Erdreich, Kosten für das Aufstellen von Gerüsten, Frachtkosten und auch die Kosten, die bei der Feuerwehr für einen eventuellen Löschvorgang anfallen. Wenn du willst, kannst du deine Anlage bereits vor der Montage und Inbetriebnahme versichern lassen. Dafür zahlst du einen einmaligen Betrag und bis dann quasi von der Bestellung an abgesichert.

Bei einigen aufgezählten Schadensfällen begrenzt die Versicherung die Erstattung auf einen Maximalbetrag, der entweder bei rund 10.000 € liegt oder aber in Prozent der Anschaffungskosten berechnet wird. Hier heißt es, die Angebote aufmerksam zu vergleichen.

Die Kosten für eine Solarthermieanlagen Versicherung

In Abhängigkeit vom Wert der Anlage errechnen sich die Beiträge für die Versicherung der Solarthermieanlage. Kleine Anlagen schlagen mit ungefähr 50 Euro jährlich zu Buche, größere Anlage können durchaus 100 € Versicherungsprämie kosten. Wenn du schon vor Inbetriebnahme einen Versicherungsschutz möchtest, musst du zusätzlich 30 Euro bis 80 Euro als einmaligen Zusatzbeitrag rechnen.

Kurz zusammengefasst:
  • Allgefahrenversicherung: Auch die Solarthermieanlage kann per Allgefahrenversicherung geschützt werden
  • Versicherte Risiken: Die Bauteile der Solarthermieanlage sind gegen Beschädigung versichert. Auch Arbeiten rund um die Reparatur sind abgedeckt
  • Garantiefall: Du musst im Garantiefall mit dem Hersteller direkt in Kontakt treten, um deine Ansprüche geltend zu machen

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