Dünnschichtmodule

Ein Dünnschichtmodul Dünnschichtmodule gehören zu den preiswerten Methoden einer Solaranlage, die zwar eine geringere Wirkungskraft aufweist, dafür auch im Winter eine gute Leistung erbringt. Lesen Sie in diesem Artikel mehr über die leichten und günstigen Module, die selbst mit diffusen Lichtverhältnissen kein Problem haben, sondern für eine ertragreiche Ausbeute sorgen. Mehr über Dünnschichtmodule, deren Produktion, Preise und generellen Vorteile erfahren Sie von uns.
Fakten zu Dünnschichtmodulen
  • sehr preiswert
  • sehr geringes Gewicht
  • auch bei diffusem Licht hohe Ausbeute
  • keine Wärme-Verluste beim Wirkungsgrad

Was sind Dünnschichtmodule?

Bei Dünnschichtmodulen handelt es sich um Solarmodule, die sich bekanntlich nicht nur in

  • monokristalline
  • und polykristalline

Module unterteilen, sondern auch in Dünnschichtmodule. Vor allem im Hinblick auf die Herstellung, den Wirkungsgrad und auch die Werkstoffe unterscheiden sich diese von anderen Modulen. Sie gehören zu den amorphen Modulen und sind – im Vergleich zu kristallinen Modulen – meistens kleiner.

Hergestellt werden diese Module aus einem Trägermaterial, welches mit einem Halbleiterwerkstoff beschichtet wird. Hierfür setzen Hersteller in der Regel amorphes Silizium ein, allerdings kommen in der Herstellung auch Stoffe wie

  • Cadmiumtellurid
  • CdTe
  • Galliumarsenid
  • GaAs
  • Kupfer-Indium-Selenid
  • oder CuInSe2

zum Einsatz. Zu den Dünnschichtmodulen zählen zudem Module, die mit mikrokristallinen Silizium beschichtet sind. Hersteller setzen auf eine relativ einfache einfache Produktion, die aufgrund der fehlenden Waferherstellung weniger aufwendiger ist, als es beispielsweise bei monokristallinen Modulen oder bei polykristallinen Modulen der Fall ist.

Neben der Beschichtung setzen die Hersteller Trägermaterialien ein, bei denen am häufigsten

  • Glas
  • Metall
  • oder flexible Werkstoffe (beispielsweise Kunststoff)

verwendet wird.

Der Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen

Der wichtigste Faktor bei einer Energieanlage ist bekanntlich der Wirkungsgrad. Dieser liegt bei diesen Modulen deutlich unter dem der alternativen monokristallinen oder polykristallinen Module.

Die Dünnschichtmodule, die Sie auf dem Markt erhalten, erreichen in der Regel zwischen fünf und zehn Prozent des Wirkungsgrades – teilweise sind es im Labor bis zu 18 Prozent. In Sachen Degradation liegen sie in den ersten 1.000 Betriebsstunden bei etwa 20 bis 25 Prozent, allerdings wurde dieser Wert bei der Angabe des Wirkungsgrades von den Herstellern schon berücksichtigt.

Vorteile von Dünnschichtmodulen

Trotz der Tatsache, dass der Wirkungsbereich von Dünnschichtmodulen geringer ausfällt, so weisen diese Module dennoch eine Reihe an Vorteilen auf. Sie können beispielsweise eine größere Fläche platzieren, um den niedrigeren Wirkungsgrad auszugleichen. In diesem Zusammenhang ist es sehr vorteilhaft, dass sie sehr lichtempfindlich sind und sogar bei einem eher diffusen Licht für eine gute Ausbeute sorgen – das lohnt sich vor sogar im Winter!

Zwar bieten Dünnschichtmodule auf dem Markt der Solar-Technik die geringste Wirkung, doch durch den sehr niedrigen Preis lässt sich dieser Fakt leicht wieder ausgleichen. Wer große und flache Flächen zur Verfügung hat, punktet daher gleich auf mehreren Ebenen.

Preise – die Kosten der Module

Generell unterscheiden sich die Preise einer PV-Anlage und weiterer Anlagen sehr stark – je nachdem, für welchen Hersteller und welches Angebot Sie sich entscheiden. Klassische mono- und polykristalline Solarzellen sind zwar weiterverbreitet und besitzen auch einen stärkeren Wirkungsgrad, sind in der Herstellung jedoch aufwendiger und damit auch teurer. Da für Dünnschichtmodule nur wenig Material benötigt wird, liegen die Module pro Watt Peak gut einiges unter den anderen Varianten. In Summe können Sie damit gut ein paar hundert Euro sparen, je nachdem, welche Anzahl an Modulen Sie bestellen.

Es kommt beim Preis allerdings auf viele verschiedene Faktoren an, zu denen unter anderem

  • die Solar-Modul-Herkunft
  • die Menge der Bestellung
  • die Verfügbarkeit
  • die Größen
  • Garantie und Leistung der Hersteller

und weitere Faktoren zählen.

Wo lassen sich Dünnschichtmodule kaufen?

Wie so vieles können Sie selbstverständlich auch Dünnschichtmodule im Internet kaufen. Hierfür gibt es zahlreiche PR-Anlagen-Profis. Sie können wahlweise auf Einzel-Shops setzen, die die Solarmodule einzeln bzw. ohne Montage anbieten – alternativ auf einen lokalen Fachmann, der die Module zudem gegen einen Fix- oder individuellen Preis auf Ihrem Dach montiert.

Zusätzlich können Sie sich im Internet vorab eine Kostenübersicht anfordern, um die finanziellen Aufwendungen einer Anlage mit Dünnschichtmodulen zu kalkulieren.

Die besten Hersteller

Die Hersteller der Dünnschichtmodule versuchen jeweils nicht nur einen guten Preis anzubieten, sondern auch den eigentlich recht niedrigen Wirkungsgrad der speziellen Module zu verbessern. So wirbt beispielsweise der Hersteller Calyxo damit, dass ein Wirkungsgrad von mehr als 14 Prozent erreicht wird. Durch einen bestimmten Prozess kann damit nicht nur der Wirkungsgrad erhöht werden, sondern sogar noch weitere Kostenvorteile generiert werden.

Kleiner Tipp: Der Weltrekord in Sachen Wirkungsgrad von Dünnschichtmodulen liegt bei 15,8 Prozent. Dieser Weltrekord wurde vom Hersteller Avancis aufgestellt.

Aufbau und Montage

Da Dünnschichtmodule sehr leicht sind und auch keine allzu starke Dicke aufweisen, können sie ohne Rahmen hergestellt werden. Das ist zwar für das Gewicht sehr gut, macht die Montage aber unter Umständen etwas schwieriger. Sie sind weniger stabil als andere Module, lassen sich jedoch auch wieder einfacher reinigen.

So haben die Eigenschaften von Dünnschichtmodulen sowohl Vor- als auch Nachteile – wobei nach der Montage der Module definitiv die Vorteile in der Pflege und Reinigung überwiegen.

Fazit

Dünnschichtmodule gehören zu den preiswertesten Möglichkeiten auf dem Markt, eine eigene Solaranlage in Betrieb zu nehmen. Zwar ist aufgrund der niedrigen Kosten auch die Wirkungsweise nicht so stark wie bei anderen Modulen, doch dies wird – bei ausreichender Größe vorausgesetzt – leicht wieder ausgeglichen. Die Hersteller sind bemüht, durch Verbesserungen der eigenen Systeme zu einer Erhöhung des Wirkungsgrades zu sorgen und dennoch die niedrigen Kosten in der Herstellung beizubehalten.

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